Tagblatt - Stadtmeisterschaft

Schützentradition betont

Prinz Luitpold eröffnet Stadtmeisterschaft mit gekonntem Schuss

Fürstenfeldbruck (tb) - Mit einem gekonnten Schuss von Prinz Luitpold auf die zehn Meter entfernte Zielscheibe verkündete Schützenmeister Klaus Kinder die 40. Stadt­meisterschaft der Königlich Privilegierten Feuerschützen als eröffnet. Er wünschte einen harmonischen Verlauf und allen Schützen „Gut Schuss".

Der Schützenmeister konnte prominente Gäste bei der Stadtmeisterschaft für Luftgewehr und Luftpistole begrüßen. Darunter waren der Schirmherr, seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern, Gauschützenmeister Hans Arzberger und der Vertreter der Stadt, Sportreferent Claus Appelt. Auch die Schützenmeister beziehungsweise Sportleiter der Brucker Schützenvereine waren mit ihren Abordnungen anwesend. Der Schirmherr erläuterte in seinem Grußwort die Tradition der Schützenvereine, breit gefächert über ganz Bayern, als die Sportart mit der ältesten Tradition. Durch alle Gesellschaftsschichten hindurch finde dieser Sport großen Anklang. Der Jugend werde der Respekt im Umgang mit Waffen vorgelebt, im Gegensatz zu Computerspielen bei denen der Respekt vor Leben abhanden gekommen sei und Gewalt als neue, coole Freizeitgestaltung praktiziert werde. Gerade der Schießstand, wo absolute Ruhe herrscht, und Körper und Geist in Einklang mit dem Ziel zu bringen sind, sei ein gutes Heilmittel in unserer hektischen Zeit. Hier sei kein Platz für Gewalt und Aggression.

Der Gauschützenmeister wünschte allen Aktiven und Helfern gutes Gelingen. Kameradschaft und Leistungen müssen ständig gepflegt werden. Luftgewehre, so Hans Arzberger, seien in erster Linie Sportgeräte. Gesellschaftlich wichtig sei der erfolgreiche Umgang mit den Jungschützen, wo das Erlernen von Konzentration und Abverlangung von Leistung behutsam anerzogen werden.

Sportreferent Claus Appelt übermittelte Grüße von Stadtrat und Bürgermeister Sepp Kellerer. Appelt hob das gute Zusammengehörigkeitsgefühl von Sport und Gesellschaft unter Einbindung der Jugend hervor. Nach all den netten und treffenden Worten schritten die Herren zur Tat, in diesem Fall in den Schießstand.

(Text: Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 7.6.2002, FFB 12)